Gemeinsam mit spannenden Akteurinnen und Akteuren gestalten wir den Digitaltag Brandenburg – die zentrale Veranstaltung für Verwaltungsmitarbeitende der Brandenburger Kommunen und Landkreise.
Im Mittelpunkt stehen drei Schwerpunkte:
- Staatsmodernisierung
- Gemeinsame Standards
- Kooperation
Unsere Mission
Staatsmodernisierung gelingt nur gemeinsam. Mit einer klaren Richtung und enger Zusammenarbeit zwischen Bund, Land und Kommunen wollen wir den digitalen Wandel der Verwaltung aktiv gestalten.
Ein erfolgreicher Digitaltag Brandenburg bringt uns alle auf diesem Weg ein Stück weiter – indem wir Kooperation vertiefen, gemeinsame Standards etablieren und eine geteilte Richtung aufzeigen. Wir diskutieren gemeinsam, welche Bedeutung und Relevanz die Staatsmodernisierung hat und wie sie sich konkret in Kommunen und Gemeinden umsetzen lässt.
In diesem Jahr findet die Veranstaltung in Kooperation mit den Wildauer Verwaltungstagen statt.
Programm
| Uhrzeit | Programmpunkt |
| 08:45 | Einlass und Registrierung |
| 09:15 | Begrüßung – Prof. Dr. Ulrike Tippe, Präsidentin der TH Wildau |
| 09:30 | Keynote – Dr. Benjamin Grimm, Minister für Justiz und Digitalisierung des Landes Brandenburg |
| 09:45 | Impulsvortrag: Staatsmodernisierung |
| 10:15 | Impulsvortrag |
| 10:30 | Diskussion |
| 11:00 | Pause |
| 11:30 | Workshop-Runde 1 |
| 13:00 | Mittagspause & Networking |
| 14:00 | Plenum |
| 14:30 | Workshop-Runde 2 |
| 16:30 | Abschluss, Networking & Ausklang |
Workshops
Sieben parallele Workshops laden zum fachlichen Austausch ein:
- Raum 1 – Cybersicherheit / Informationssicherheit
- Raum 2 – Digitale Souveränität
- Raum 3 – Staatsmodernisierung
- Raum 4 – Prozesse und Bürgerservices
- Raum 5 – Digitale Transformation
- Raum 6 – KI und Anwendungen
- Raum 7 – Smarte Regionen
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Eröffnung & Warm up & Vorstellung
2. Präsidentin TH WIldau
1. Kommune und Land
KI: Mehr Transformation, weniger Hype!
Was braucht es, damit aus KI tatsächlich Wertschöpfung entsteht? Wie wird aus KI-Einsatz echte Transformation? Und wo stehen wir eigentlich im Vergleich zu anderen?
Die Keynote verbindet Erkenntnisse aus umfangreichen empirischen Daten mit Erfahrungen aus zahlreichen KI-Projekten und richtet den Blick hinter den KI-Hype: auf die Voraussetzungen, die erfolgreiche Transformation tatsächlich möglich machen.
Prof. Niehaves/Uni Bremen
Pause
Wie können kommunale Digitalstrategien nachhaltiger werden – auch in der praktischen Umsetzung?
Der Workshop mit einem wissenschaftlichen Input dazu, wie nachhaltige Digitalisierung in Kommunen greifbarer und praktisch umsetzbar gestaltet werden kann.
Es werden Vertreter*innen von 1-2 Landkreisen und 1 kleine Kommune eingeladen, um diesen Input aus ihrer Sicht zu kommentieren. Anschließend wird in einer für alle Teilnehmenden offenen Diskussion vertieft besprochen, welche Rahmenbedingungen es braucht, um nachhaltige Digitalisierung in Brandenburgischen Kommunen umsetzen zu können. Die Ergebnisse fließen in eine praxisnahe Handreichung für Kommunen in Brandenburg ein.
Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Einblicke und diskutieren, wie Netzwerke helfen, Projekte effizienter umzusetzen und Wissen zu teilen.
Referentinnen: Dr. Josephine Jahn (InNoWest, HNEE), Prof. Dr. Benjamin Nölting (HNEE, InNoWest), Peter Ligner (AG Nachhaltige Digitalisierung) und geladene Kommunalvertreterinnen.
Kommunikation im Blackout in der Praxis im Landkreises Havelland
11:30 – 12:00
Kommunikation im Blackout in der Praxis im Landkreises Havelland
Abstract: Stellen Sie sich vor: Stromausfall, totale Dunkelheit – doch Ihr Krisenkommunikationsnetz bleibt intakt. In diesem Workshop beleuchten wir anhand eines praktischen Beispiels, wie Richtfunk unabhängig von Strom und Fremdinfrastruktur Ihre digitale Souveränität sichert. Sie erfahren, welche Vorbereitungen nötig sind, um im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben.
Referentin: Sabine Nowagk, Geschäftsführerin der LAN-COM-East GmbH
12:00 – 12:30
Digitale Souveränität durch Datensicherheit am Praxisbeispiel des Gesundheitsamts im Landkreis Teltow-Fläming
Abstract: Digitale Souveränität setzt voraus, dass Verwaltungen ihre digitalen Abhängigkeiten kennen und deren Risiken selbst bewerten können. Am Praxisbeispiel des Gesundheitsamts des Landkreises Teltow-Fläming zeigen wir, wie die systematische Analyse eines digitalen Verwaltungsprozesses nach BSI-IT-Grundschutz Transparenz über Systeme, Schnittstellen und Schutzbedarfe schafft – und damit eine Grundlage für bewusste und selbstbestimmte Entscheidungen bildet.
Referent: Jonas Schubert, M&H Novedia AG
Hacken live
Dr. Schinner
Staatsreform aus Sicht des Aktionsbündnisses für Staasmodernisierung (Agora Digitale Transformation)
Praxistipps für die Nachnutzung: Verwaltung föderal gestalten
Gute digitale Lösungen müssen nicht überall neu entwickelt werden. Erfolgreiche Nachnutzung kann dazu beitragen, Tools, Standards oder Prozesse schneller in die Fläche zu bringen und dabei vorhandene kommunale Expertise und Innovationskraft zu nutzen. In diesem Workshop begrüßen wir aktive und auch potenzielle Bereitsteller:innen und Nachnutzer:innen aus Kommunen, Landkreisen, Ministerien sowie dem verwaltungsnahen Umfeld, um zuvor entwickelte Praxistipps anhand konkreter Beispielfälle gemeinsam zu erproben und zu diskutieren. Teilnehmende sind herzlich eingeladen, eigene Projekte, Lösungen oder Herausforderungen mitzubringen und gemeinsam zu erarbeiten, welche Voraussetzungen es für eine erfolgreiche Verbreitung braucht.
Referent:innen:
Christian Weidner, Technische Hochschule Wildau
Christian Weidner ist Wirtschaftsinformatiker und Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Isabell Peters an der TH Wildau. Im Rahmen vergangener Forschungstätigkeiten hat er unter anderem die Steuerung und Organisation von Open-Source-Projekten in der öffentlichen Verwaltung untersucht.
Theresa Amberger, NExT e. V.
Theresa Amberger ist Kommunikationswissenschaftlerin und Head of Research bei NExT. Sie verfügt über mehrjährige Erfahrung in der Nutzerforschung und hat sich zuletzt als Hauptautorin der Studie „Nachnutzung in der öffentlichen Verwaltung“ intensiv mit den Erfolgsfaktoren und Herausforderungen der Nachnutzung digitaler Lösungen beschäftigt.
Digitale Zwillinge: Vom Problem zur Lösung: Wie Kommunen Schritt für Schritt einen digitalen Zwilling aufbauen können – auch mit wenig Ressourcen
Digitale Zwillinge klingen oft groß, teuer und technisch komplex. Doch wie kann ein Einstieg auch für kleinere Kommunen gelingen?
In dieser Session des Netzwerks Smart Region Brandenburg geben Kommunen und Projekte konkrete Einblicke in ihre Erfahrungen u.a. am Beispiel PotsTwin. Gemeinsam schauen wir darauf, welche Probleme digitale Zwillinge lösen können, welche Daten und Werkzeuge gebraucht werden und wie sich erste Schritte realistisch planen lassen. Ziel ist ein praxisnaher Austausch, der Mut macht und Orientierung für den eigenen Einstieg gibt.
Referenten: Clemens List (Bereichsleiter Digitalisierung der Stadtplanung der Stadt Potsdam), Gisela Fabian (MIK) und Dr. Dr. Inga Bergmann-Wolf (LGB), Dr. Sarah Brandt
Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
GrundschutzKI-ChatBot: KI-gestützte Recherche mit eigenen Dokumenten
Der Workshop gibt einen kompakten Einstieg in den GrundschutzKI-ChatBot als lokales RAG-System.
Nach einer kurzen Einführung können die Teilnehmenden die Chainlit-App selbst ausprobieren — mit IT-Grundschutz-Inhalten oder eigenen Dokumenten.
Im Fokus stehen praktische Einsatzmöglichkeiten für Recherche, Zusammenfassung und Dokumentationsunterstützung sowie Fragen zu Datenschutz, Datenqualität und sicherer Nutzung in Organisationen im Land Brandenburg
Referent:innen:
Jill Barvencik, Felix Boelter
Digitale KI zum Anfassen: Testen statt zuhören
Lernen Sie LLMoin, den KI-Verwaltungsassistenten für Brandenburg, direkt in der Praxis kennen.
In interaktiven Kurzsessions probieren Sie typische Anwendungsfälle aus, testen Prompts und erleben, wie KI bei Zusammenfassungen, Texterstellung und Strukturierungsaufgaben unterstützen kann. Gleichzeitig erfahren Sie mehr über das landesweite Einführungsprojekt, Einsatzmöglichkeiten und Leitplanken für den verantwortungsvollen KI-Einsatz in der Verwaltung.
Referent:innen: DigitalAgentur Brandenburg und MdJD. (<< der Teil muss noch abgestimmt werden; Ekkehard als PL ist ab Montag wieder zurück).
Impulsvorträge
„Email so sicher wie ein Brief: Vertraulichlichkeit + Integrität über Kryptografie schützen“
(Prof. Dr. Roland Neumann)
„Unterschiede der Softwareentwicklung öffentliche Verwaltung zu Unternehmen“
(Peter Bernhard)
„Steuerung und institutionelle Ausgestaltung des Deutschland-Stack als lernende Infrastruktur: rechtliche Steuerungsoptionen und verwaltungsinformatische Rückkopplungsmechanismen“, Vorstellung einer NEGZ-Kurzstudie
(Anuschka Siegers, Rechtsanwältin Dombert, und Prof. Dr. Isabell Peters)
„KI-gestützte Low Code Entwicklung für Behörden. Was verspricht die neue Generation von Low Code und was gilt es von Behörden bei der Auswahl eines tools zu beachten?“
(Prof. Dr. Isabell Peters)
Umfrage zur Nutzung generativer KI in der öffentlichen Verwaltung (5 Minuten Pitch zur Umfrage)
(Prof. Dr. Isabell Peters)
Re:Form Werkstätten für Kommunen
Elektronische Wohnsitzanmeldung und Ehe-Online – vom EfA-Dienst zum digitalen Bürgerservice
Wie kommen digitale Verwaltungsleistungen erfolgreich in den Kommunen an?
Am Beispiel der elektronischen Wohnsitzanmeldung (eWA) und Ehe-Online geben wir Einblicke in den aktuellen Stand der Implementierung in Brandenburg. Gemeinsam betrachten wir Erfahrungen aus der bisherigen Umsetzung, den geplanten Roll-out und die nächsten Schritte auf dem Weg zu einem durchgängig digitalen Bürgerservice.
Referenten: Sandra Perez Martin – Teamleiterin Bürgerservice im ZV DIKOM
KI und die unsichtbare Gefahr
„KI und die unsichtbare Gefahr – Cyberangriffe unter Zuhilfenahme neuer Möglichkeiten und der Umgang damit“
Fachexpert:innen: Rocco Prielipp, Deniz Arigümüs (ZAC – Zentrale Ansprechstelle Cybercrime) + Tajana Brozat (CYTAKTICS 5) + Andre Krüger (ZV DIKOM)
Servicequalität: Was macht eine gute digitale Verwaltungsleistung aus und wie lässt sie sich auch ohne UX-Expertise verbessern?
In dem Workshop gehen wir folgenden Fragen nach:
Was ist Servicequalität und warum ist sie so wichtig, dass sie im Koalitionsvertrag der Landessregierung erwähnt wird?
Wie unterscheiden wir gute von schlechter Servicequalität?
Mit welchen einfachen Kniffen lässt sich Servicequalität verbessern?
Neben einem Input nehmen wir einen bestehenden Online-Dienst unter die Lupe, identifizieren Stolpersteine und Wege, Verbesserungen konkret umzusetzen.
Referent:innen: Beatrix Unger (DigitalAgentur Brandenburg), Joel Wagner (MdJD) und Jan Ole Reiß (DigitalAgentur Brandenburg)
Responsible AI in Behörden: Wie gelingt die Umsetzung in meiner Organisation?
14:30–15:30
Wie kann KI in Behörden verantwortungsvoll eingesetzt werden – und wo fängt man dabei überhaupt an?
Responsible AI bedeutet mehr als Datenschutz und Datensicherheit: Es geht darum, Strukturen, Kompetenzen und Prozesse so zu gestalten, dass KI sicher, nachvollziehbar und verantwortungsvoll genutzt werden kann.
Der Workshop gibt einen praxisnahen Einstieg und zeigt, welche Aspekte Behörden dabei besonders im Blick behalten sollten. Gemeinsam erarbeiten wir konkrete erste Schritte und diskutieren, wie Organisationen ihre Kompetenzen rund um verantwortungsvolle KI systematisch auf- und ausbauen können. So entsteht eine Orientierung, die dabei hilft, Responsible AI vom Anspruch in die praktische Umsetzung zu bringen.
(Prof. Dr. Isabell Peters, Nora Mallé)
15:30–16:30
KI readiness
Datenbasierte Klimaanpassung: Hitze mindern, Wasser halten, Starkregen vorbeugen
Wie Dashboards und digitale Anwendungen Kommunen bei ersten Entscheidungen unterstützen können.
Wo ist die Hitzebelastung besonders hoch, wo fehlt Grün und welche Flächen bieten Potenzial für mehr Wasserrückhalt? Lernen Sie mit dem Stadtklimadashboard, dem Klima-Viewer Brandenburg und dem BGI-Planer drei digitale Werkzeuge für die kommunale Klimaanpassung kennen. In moderierten Austauschrunden können Sie zwei Angebote vertiefen, eigene Fragen einbringen und mit den Fachleuten über Anwendungsmöglichkeiten und Grenzen diskutieren. Bringen Sie gern Ihren Laptop mit und probieren Sie die Tools direkt vor Ort aus (WLAN steht zur Verfügung).
Dr. Tobias Krüger (Leibnizinstitut für ökol. Raumentwicklung (IÖR), Rebekka Eichstädt (MWEKE), Alexandra Heitplatz (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Berlin)
